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Jerichow

Kloster Jerichow

Jerichow, Klietznick, Steinitz, Mangelsdorf und Kleinmangelsdorf bilden die Ortschaft Jerichow.

Auf einer Fläche von 53,04 km² leben ca. 2200 Einwohner.

Die Ortschaft Jerichow gehört zur Einheitsgemeinde Stadt Jerichow.

 

Jerichow liegt eingebettet in die Natur der Elbniederung, 13 km nordwestlich von Genthin, umgeben von Gewässern, Wiesen und Kiefernwäldern.

Der biblisch anmutende Ortsname erklärt sich aus der slawischen Sprache (Burg, Herrensitz des Kühnen).

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Jerichow als slawisches Fischerdorf mit Burgwall am östlichen Elbufer mit der Gründung des Prämonstratenser – Klosters im Jahre 1144. Chorherren aus dem Kloster "Unser Lieben Frauen" gründeten in Magdeburg ganz in der Nähe ein Prämonstratenser – Stift, das wenige Jahre später an die heutige Stelle verlegt wurde. Hier ragen nun seit mehr als 800 Jahren die mächtigen Westtürme als Wahrzeichen des Ortes in die Landschaft und künden von bewegten Zeiten, die sich hier im Zuge der Christianisierung der Slawen im 12. Jh. abspielten.

Zwar wurde Jerichow vermutlich im 13. Jh. zur Stadt ernannt, doch ein größerer wirtschaftlicher Aufschwung blieb aus. Die Stadt entwickelte sich im Schatten des Klosters nur unbedeutend. Im Jahre 1336 vernichtete ein Elbhochwasser das gesamte Städtchen, das rund um die heutige Stadtkirche lag. Landwirtschaft, Handwerk und Schankgewerbe bildeten für Jahrhunderte die Lebensgrundlage der Bürger.

Anfang des 18. Jh. wurde die Neustadt gegründet. Handwerker und Tagelöhner siedelten sich an. Im 19. Jh. erlebte das Handwerk einen neuen Aufschwung. Von den im Jahre 1840 in der Stadt wohnenden 1.500 Einwohner gab es unter anderem 14 Schuhmacher, 11 Tischler, 17 Zimmerer, 7 Weber und 8 Bäcker. Im Jahre 1850 drehten sich in und um Jerichow 7 Windmühlen.

Die Industrialisierung Ende des 19. Jh. führte zum Niedergang des Handwerks und der wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt. Ein wichtiger Arbeitgeber entstand, als im Jahre 1899 eine Provinzial – Heilanstalt als Nebenstelle der Heilanstalt Uchtspringe errichtet wurde, die man 1928 mit einer Lungenheilanstalt erweiterte.

Nach dem zweiten Weltkrieg bestimmen landwirtschaftliche Betriebe, ein Bahnbetriebswerk und das Fachkrankenhaus die Wirtschaft der Stadt.

Homepage: www.jerichow.de


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16.12.2017
13:30 Uhr